BIOGRAFIE

Peter Fessler, Sohn kanadisch, deutscher Eltern, ist wohl der einzige Jazzmusiker aus Deutschland, der je einen Welthit hatte: „New York – Rio – Tokyo“.  Mit seiner heutigen Kunst des instrumentalen Singens, ist er ein Solitär unter den internationalen Jazzsängern.

Foto: © Hans-Joachim Maquet (Jazztage Dresden 2012)

Ein Ausdruckssänger und Gitarrist par Excellence, außerhalb jeglicher Kategorien.  Seine virtuose Improvisationssprache „Fesperanto” ist unnachahmlich, geradezu hypnotisch, und zu seinem musikalischen Credo geworden: neue musikalische Ideen, kreative Identität.

Solophonic / Duophonic sind furiose Konzerte in Fesslers brasilianischem, europäischen Klang-Kosmos. Neben mehr als einem Dutzend veröffentlichter Alben stehen große Konzerterfolge, mal in Duetten, mal als Support-Act, mit Weltstars wie: Al Jarreau, Toots Thielemans, Randy Crawford, George Benson, Shirley Bassey, Gilbert Bécaud, Bobby McFerrin, Take 6, Roberto Menescal und Till Brönner.

Fessler erhielt mit 12 Jahren von seinem Entdecker und Mentor Rick Abao den ersten Gitarrenunterricht. Nach seiner Schulzeit folgte ein längerer Aufenthalt in den USA, wo er sich weiter der Musik widmete. Für seinen Lebensunterhalt spielte er bei Sessions in Clubs, Bars und Hotels in New York und San Francisco. In dieser Phase entstanden auch erste eigene Kompositionen.

Zurück in Deutschland begann Fessler, dessen Stimme vier Oktaven umfasst, ein Studium für Gesang im Jazzseminar der Musikhochschule in Köln und wurde von 1983 bis 1987 Sänger bei Trio Rio, einer Latin-Jazz-Band, die 1986 durch den Hit „New York-Rio-Tokyo“ bekannt wurde.

Um seine eigenen musikalischen Vorstellungen weiter zu verwirklichen, zog es Fessler zurück in die Vereinigten Staaten, wo er sich ausschließlich dem Songschreiben widmete. In dieser Zeit traf er als Sessionmusiker u.a. auf Sheila E. und Rosie Gaines (Prince).

Danach folgten 1991 das erste Solo-Album My Songs und diverse Konzerte sowie Radio- und TV-Produktionen. Fessler wurde die deutsche Stimme des Aladdin in der gleichnamigen Walt-Disney-Produktion mit dem Lied „Ein Traum wird wahr“, im Duett mit Sabine Hettlich.

Nach Veröffentlichung des 1993er Albums „Don’t Tell Me“ widmete sich Fessler hauptsächlich einem Jazz- und Latin-Jazz-Repertoire, sowie dem Komponieren für das 2000er Album „Signatures“.

Al Jarreau holte ihn sogar später beim Jazzfestival in Montreux mit seiner Gitarre als Duettpartner auf die Bühne. Außerdem war Fessler Special Guest bei Randy Crawford (Tournee 1999).

Ende 2003 trat er in Tokio auf. Mit seiner Fusion von Stimme und klassischer Gitarre hat er seitdem zu seiner neuen Klang-Ästhetik („Fesperanto“) gefunden. Auf seinem Album „Das mit Dir“ (2010) interpretiert er deutsche Lyrik von Miriam Frances, Erich Kästner und Alexander Bragao.

2011 spielte er in Sao Paulo beim Brasilianischen Filmfestival „Film erzählt Musik“ im Duett mit Alfonso Garrido und gab 2013 zwei Solo-Konzerte in Rio de Janeiro beim „Petrópolis Jazz- und Bluesfestival“

Auf dem Album „Spirit of Christmas“ (2013) von Pee Wee Ellis interpretierte er den Popklassiker „Last Christmas“.

2014 wurde Fessler für sein Album „Quality Time“ (mit Don Grusin) mit dem ECHO Jazz in der Kategorie „Bester Sänger national“ ausgezeichnet und setzte im gleichen Jahr mit der CD „Intro Da Vida“ neue Maßstäbe seiner Improvisationssprache „Fesperanto“

Seit Anfang 2015 bereichert Fessler als Gast-Solist das Till Brönner Orchester bei dessen Live-Konzerten „The Movie Album“ und „The Art Of Melancholy“.